Keine Schonzeit mehr für den Zander in Hessen

Geschrieben von Bernhard in Zanderangeln Tipps und Tricks am 18.09.2017 14:45

Kurz vor den Wahlen schießen ja bekanntlich viele Politiker den Vogel ab, da Hessen sowieso immer ein wenig anders ist, schießt das Ministerium in Hessen statt dem üblichen Vogel gnadenlos den Zander ab.

Begründung ==> der Zander ist keine einheimische Art

Dies ist interessant zu hören, nachdem für jeden einzelnen Kormoran, der vor der Aussiedlung noch nie einheimisch war, sondern lediglich im späten Mittelalter mal durch Deutschland zog und der seit ca. 1990 nahezu den kompletten deutschen Äschenbestand für immer vernichtet hat, für jeden einzelnen eine Abschussgenehmigung erforderlich ist. Wird für den Zander ganz einfach die Schonzeit ganzjährig aufgehobenk, zum Glück nur in Hessen. Somit ist der Zander offiziell zur Ausrottung in Hessen freigegeben.

Im Übrigen ist das Zander vorkommen in Deutschland seit Ende des 18. Jahrhunderts mehrfach belegt und somit bewiesen. Da der Zander sich ohne künstliche Ansiedlung verbreitet hat kann man davon ausgehen, selbst wenn er zu irgendeinem Zeitpunkt mal nicht einheimisch war dies nun ist und sich in unserem Ökosystem gänzlich integriert ist.

 

Somit weit weg von dem Inhalt einer invasiven Art, was dem Zander ebenfalls vorgeworfen wurde.

Ich für meinen Teil weiß jedoch, dass es nur gerechtfertigt ist einen Fisch zu Töten, wenn dieser ganz klar zur sinnvollen Verwertung für Mensch und Tier vorgesehen ist. Somit mache ich natürlich meinen persönlichen Umkehrschluss.

Über den Personenkreis der diese Schonzeit - Streichung beschlossen hat, möchte ich an dieser Stelle keine klare Aussage treffen, ebenso wenig wie über diese, die sich nicht entsprechend dagegen gewehrt haben und in den Verbänden sitzen.




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