Kalter Winter große Fische

Geschrieben von Bernhard in Information am 11.02.2015 19:03

Viele Angler stellen mit ersten ernsthaften Anzeichen des Winters das Angeln nahezu vollständig ein. Natürlich ist es ein härteres Angeln als im Sommer gemütlich im T-Shirt. Allerdings ist das angeln im Winter viel bessr für große Fische. Wir raten allerdings entschieden davon ab Eure Angelkumpels zu überreden Euch im Winter zu begleiten. Diese überredeten Kollegen fangen oft bereits nach wenigen Minuten mit einem fürchterlichen Gejammer an und drängen zum Heimweg, so dass es viel effektiver gewesen wäre, sich die "Überredenszeit" zu sparen und notfalls alleine die Zeit am Wasser zu verbringen.

Der aufmerksame Leser wird sich nun natürlich fragen, warum soll ich denn dann im Winter einsam und allein am Wasser stehen und frieren.

-> Ganz einfache Antwort!

Weil das Angeln im Winter schlichtweg schneller große Fische bringt und auch die Stellenwahl viel leichter fällt.

Fische sind wechselwarme, somit ist auch für Fische der Winter eine unangenehme Jahreszeit. Da unser Hauptaugenmerk im Winter den Raubfischen gilt müssen wir uns also zuerst Gedanken machen, wo wir diese finden könnten. Die schlichteste Antwort hierauf ist immer, immer dort wo das Wasser wärmer oder sauerstoffreicher ist als im übrigen Gewässer. Hier kann es ausreichen die Sonnenseite eines Sees aufzusuchen oder bei besonders starker Kälte die tiefsten Stellen des Gewässers abzuklopfen, je tiefer das Wasser wird umso eher erreicht es wieder eine 4°C Durchschnittstemperatur, oder wir suchen uns einen Warmwasserzulauf oder im allgemeinen einen Mündungsbereich.

Wenn Sie nun solche Stellen ausgemacht haben, bedenken Sie dass Hecht und Zander die Fressphasen im Winter stark reduziert haben, es macht somit zunehmend weniger Sinn den Räubern bei kalter Nacht auf den Leib zu rücken, sondern eher wenn nach den Morgenstunden der Tau verflogen ist und die Mittagssonne scheint im Idealfall, wobei frischer Schneefall auch oft eine Fressphase auslöst.