Im Blickpunkt Die Äsche

Geschrieben von Bernhard in Information am 25.08.2015 15:19

Hier gehe ich mal ausführlich auf das Thema Äsche (Thymallus thymallus) ein, da ich immer wieder die Fragen höre:

Was ist eine Äsche?

Wie sieht eine Äsche aus?

Wie fange ich eine Äsche?

Wo finde ich die Äschen?

Wie angele ich am besten auf Äschen?

 

Zweifelsfrei ist die Äsche einer der schönsten Fische unserer Fließgewässer. Das Vorkommen von Äschen steht für eine absolut einwandfreie Gewässerqualität und eine unverbrauchte Natur. Die Äsche wird aufgrund ihrer Fettflosse zu den Lachsartigen gezählt, allerdings laicht sie für diese unübliche im Frühjahr ab, ähnlich wie ein Weißfisch.

Im Fluss erscheint die Äsche dem aufmerksamen Beobachter als schlichter aschfarbener Schatten.

Bei näherer Betrachtung fallen jedoch unregelmäßig verteilte dunkle Flecken, welche in Kombination mit purpurroten, grünen und kupferfarbenen Schattierungen ein wahrhaftiges Farbspiel geben.

Ganz besonders ins Auge sticht bei der Äsche auch die rote segelähnliche Rückflosse, welche sie bedrohlich im Drill aufstellt. Bei großen Exemplaren wird von einer mit der Barbe vergleichbaren Drillintensität gesprochen.

 

Die Äsche reagiert unter den europäischen Fischen mit am empfindlichsten auf Veränderungen der Wasserqualität. Die Äsche an sich kommt natürlich am häufigsten in der Äschenregion von Gebirgsflüssen vor, sie lässt sich aber auch in in Mittelgebirgsflüssen finden, sowie in einigen Flüssen der norddeutschen Tiefebene.

Bevorzugt werden kiesige, sandige oder pflanzenbewachsene Untergründe von der Äsche aufgesucht. Sie meidet schlickige sowie schlammige Grundoberflächen. Die Äsche steht bevorzugt nahe am Grund des Flusses.

Das oberständige Maul der Äsche ist für die grundnahe Nahrungssuche ausgelegt. Die Hauptnahrung setzt sich aus Köcherfliegen, Mücken, Flohkrebsen und Larven zusammen sowie kleinen Schalentieren. In seltenen Fällen ist die Äsche räuberisch. Meist fallen Äschen dadurch nur in die Beute der Fliegenfischer.

 

Meist laichen Äschen zwischen März und Mai, hierfür graben die Rogner Gruben in den Kies bzw. Sand worein sie ablaichen und der Rogen danach von mehreren Milchnern befruchtet wird.

Nach ca. 30 Tagen schlüpfen die Larven, die sich die ersten Tage von ihrem Dottersack und danach von Plankton ernähren. Nach ca. einem Jahr messen diese Larven ca. 10-15cm und sind nach ca. 3 Jahren vollkommen geschlechtsreif.

 

Eckdaten:

Lateinischer Name: Thymallus thymallus

Höchstgewicht: ca. 28500g

Maximale Länge: ca. 55cm

Lebenserwartung:  ca. 6 Jahre

 

Das Gerät zum Äschenangeln sollte auf jeden Fall leicht gewählt sein. Das Angeln mit der Spinnrute ist nicht üblich und wenig erfolgsversprechend. Ich habe für den interessierten Leser einige mögliche Produkte entsprechend gekennzeichnet. Einfach auf den LINK klicken.

 

 

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