Barsche fangen am Fluss - Tipps vom Barschpapst Matthias Vohl

Geschrieben von Bernhard in Information am 16.06.2015 13:21

Du willst Barsche Fangen? Dann ist hier deine Lösung!

 

Hier ein paar Erfahrungswerte von meinen ersten Versuchen...

 

Bevor du dich auf den Weg machst, solltest du dir überlegen wie du an die Sache ran gehst?! Der größte Fehler ist es unvorbereitet am Wasser anzukommen!

 

  • Überlege dir welches Gerät du benutzt!!!!
  • Mach' dir Gedanken über deine Köderwahl und Angeltechnick!!!!
  • Beachte die Gegebenheiten an DEINEM Gewässer!!!!
  • und zuguterletzt, halte durch!!!!

 

Überlege dir welches Gerät du Benutzt!!!!

 

Vorzugsweise benutze ich Ruten mit einer feinen Spitzenaktion, einem starken Rückrat (da auch mit "größeren Raubfischen" zu rechnen ist) und einem Wurfgewicht bis Berkley Ripple Pro High End Spinnrute 1,83m 14-22g. Da man sich dann auch noch über kleinere Barsche im Drill freut ;-)

 

Die Rolle sollte eine 2000er Daiwa Theory nicht überschreiten. Das ist volkommen ausreichend. Bespult mit einer 10er geflochtenen (Climax 0,10mm) bist Du dann bereit und um loszulegen.

 

Mach Dir Gedanken über deine Köderwahl und Angeltechnick!!!!

 

Ich fische meist Köder zwischen drei und neun Zentimetern. Von Action bis No Action. Kleine Shads oder Creaturebaits in natürlichen Farben wie dunkle Grün- oder brauntöne. Je nach Wassertrübung und Lichteinfall auch grelle Farben wie neongrün oder Pink.

 

Bevorzugt fische ich auf Barsche mit dem Texas Rig oder einer Drop Shot Montage.

 

Barsche sind Neugierig und attackieren einen Köder in den meisten Fällen aus Neugier oder Reflex. Deswegen vermeide ich Carolina Rigs. Das Blei, dass ca 20 - 30cm vor dem Hakenköder sitzt und auf die Perle klackert, löst den "Beißreitz" oder die Neugier bereits aus und du bekommst nur attacken auf dein Blei. Und das bedeutet eine geringere Bissausbeute!!!

 

Außerdem ist der Jigkopf nicht zu unterschätzen, da du den direktesten Köderkontakt hast. Jedoch sind die von Barschen bevorzugten Standplätze meist verkrautet oder Hängerreich!

 

Beachte die Gegebenheiten an DEINEM Gewässer!!!!

 

Wichtig ist die Barsche erstmal zu finden! Nimm dir also die Zeit dein Angelgewässer erst einmal am Ufer abzugehen und nach markanten Stellen ausschau zu halten. Z.B. Yachthäfen, kleine Steganlagen, ins Wasser ragende Bäume, große Seerosenfelder oder Krautkanten, anlege Pfähle, Bacheinläufe... im großen und ganzen Standplätze wo sich Futterfische geschützt und mit genügend Nahrung aufhalten könnten.

 

Suche den Grund ab nach Struckturen oder Löchern.

Dazu eignet sich perfekt ein Birnenblei dass du langsam über den Grund schleifst um in der Schnur oder der Rute zu fühlen was dein Blei macht.

 

Hast du alle diese "Regeln" befolgt und denkst du hast die richtige Stelle gefunden - kann es auch schon los gehen.

 

Und zuguterletzt, halte durch!!!!

 

Wichtig ist jetzt durchzuhalten und vertrauen in deine Arbeit zu haben!!!

 

Sind die Fische am rauben, hast du MANCHMAL das Glück, dieses Spektakel beobachten zu können und musst nur deinen Köder richtig platzieren. Das ist aber nur selten der Fall. Also musst du Werfen, Werfen, Werfen.

Wenn die Barsche dann da sind kannst du oft mit einem trupp von bis zu 20 oder mehr Fischen rechnen und in ein Paar minuten direkt mehrere Fische Fangen.

 

Halte dich jedoch nicht zu lange an einem Platz auf (max. eine Stunde) und werfe den Platz komplett aus! Such' die Fische an deinen ausgesuchten  Plätzen und du wirst sie früher oder später finden.

 

Résumé: Ohne Fleiß kein Preis!

 

 

Zum Schluß noch ein paar Bilder meiner Suche ;-)




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