Bachforellen am Forellensee angeln

Geschrieben von Bernhard in Information am 18.02.2015 19:07

An einigen wenigen Teichanlagen, trifft man gelegentlich auf Besitzer die zu den Standart Regenbogenforellen auch Bachforellen oder gar Tigerforellen besetzen, beispielsweise die bei uns ortsnahe Teichanlage "Fischzucht Meißel" bietet häufiger Bachforellenbesatz an.

Doch die Bachforellen sind ein wenig anders in der Art überlistet zu werden zu ihren Verwandten, die Bachforelle reagiert beispielsweise bei weitem nicht so gut auf nahe an der Oberfläche geführten Teig, allgemein ist ihr Beissverhalten auf Teig sehr zögerlich. Auch ist die Bachforelle sehr viel kampfstärker als die Regenbogenforelle und sie ist bei weitem nicht so vorsichtig im Beißverhalten, dafür aber überaus scheu gegenüber Menschen.

Dadurch das das Maul der Bachforelle durchaus härter ist als das der Regenbogenforelle ist es uns durchaus möglich die Ruten eine Spur stärker zu wählen und auch die restliche Montage muss nicht gar so fein ausgelegt sein. Es ist aber von den Ködern und der Methodik doch ein anderes Unterfangen. Vorallem wenn man betrachtet das die Regenbogenforellen aus reinen Zuchtformen entstanden sind die bereits seit Generationen lediglich Futter über ihre natürlichen Bissreflexe aufnehmen und was ihnen aus der Futtermaschine geboten wird. Bei der Bachforelle spielt hier noch eine gewisse Synergie der Reize eine Rolle. Hier ist es wichtig, Ihnen ein wirklich natürliches Nahrungsangebot zu präsentieren. Wie beispielsweise ganz übliche Naturköder wie Tauwürmer, Maden, Raupen oder Köderfische.

Vorallem an der Angelei mit Mini-Köderfischen an der freien Leine oder mit vorgeschalteter Pose habe ich persönlich den größten Spass und Erfolg bei den "Bafos".

Hierzu nehme ich oft sogar anstatt der üblichen Float- oder Matchruten eine wirklich leichte Spinnrute mit maximal 30g Wurfgewicht, zum Beispiel nutze ich momentan hierfür die Abu Garcia Veritas. Meine Montage hierbei ist denkbar einfachst. Ich montiere eine 0,20mm Hauptschnur hieran kommt ein langschenkliger Doppelhaken auf den ich vorher einen kleinen Toten Köderfisch aufziehe. Hierzu stoße ich den Haken kurz hinter der Rückenflosse die Wirbelsäule entlang bis zum Maul wo dieser Austritt, häufig nutze ich als Gewicht hierbei die Wechselgewichte von Canelle in 10g oder einfach 1-2 große Bleischrote die ich einfach direkt vor dem Köderfisch an die Hauptschnur klemme.

Fertig ist die gesamte Montage, als Knoten verwende ich hierbei ausnahmslos den einfachen Palomarknoten.

Zum Fischen selbst, ich lasse den Köderfisch wie beim Gummifischangeln langsam absinken, hierbei halte ich die Rute in einer 10 Uhr Position, die Führung gestaltet sich in den meisten Satzteichen durch die geringe Tiefe als äußerst einfach. Ich bewege lediglich die Rutenspitze in kurzen aber langsamen 5-10cm Rucken und warte auf den Biss.